Tiefe Leichtigkeit
Beim deutsch-jüdischen „RindertanzKulturFestival“ bietet Trier ein offenes und mitreißendes Programm für die ganze Familie
Am letzten Augustwochenende zeigt sich der Trierer Rindertanzplatz von einer ganz besonderen Seite: Das dort stattfindende RindertanzKulturFestival widmet sich an zwei Tagen jüdischer Musik, Kulinarik, Geschichte und Identität – und setzt damit einen grenzüberschreitenden Akzent im sommerlichen Veranstaltungskalender.
Auf dem Programm stehen Musikgruppen der jüdischen Gemeinde ebenso wie internationale Acts, die Klezmer- und Weltmusik aus Mittel- und Osteuropa nach Trier bringen. Hinzu kommen entspannte Beats und tanzbare Sets am Abend. Führungen zum Jüdischen Trier zeigen, wie Stadtgeschichte und jüdische Geschichte prägend miteinander verwoben sind, und ein Wandplakat von Rolf Kotschka, das an die Deportation der Juden zwischen 1941 und 1943 erinnert, zeigt auch die dunkle Seite dieser Verwobenheit.
Gleichzeitig bietet ein Kinder- und Familienkonzert die Möglichkeit, jüdische Musik für jedes Alter zu erleben; in einem Workshop des Stadtmuseums Simeonstift können jüdische und nichtjüdische Teilnehmer gemeinsam ein Design erarbeiten, das die eigene Identität ausdrückt.
Zur Stärkung gibt es an beiden Tagen orientalische, jüdische und viele weitere Leckereien. Und so bleibt das sichere Bauchgefühl: Dieses Festival ist die ideale Möglichkeit, um den sonst zum Parken genutzten Ort im Schatten des Hauses Fetzenreich völlig neu zu erleben.
Das RindertanzKulturFestival findet am Freitag, 28. August, von 17:00 – 24:00 Uhr, sowie am Samstag, 29. August, von 14:00 – 24:00 Uhr statt. Das gesamte Programm ist kostenlos und wird im Detail ab dem Sommer hier veröffentlicht: www.trier-info.de/highlights/rindertanzkulturfestival